WeiberWanderinnnen in der Leitung

Andrea Pfandl-Waidgasser

AndreaAbendsonne

Theologin, Wanderführerin, Ritualbegleiterin

Ich tummle mich gerne in den Bergen und pflege da auch gerne meine Beziehungen: Im Stunden langen Gehen – Seite an Seite – im Schweigen oder im Austausch, auf jedem Fall aber „da draußen“ mir näher als sonst, verbunden mit den Rhythmen meines Körpers - so spüre ich bewusster das Atmen, das Setzen eines Fußes vor dem anderen, das Schweifen meiner Aufmerksamkeit auf die Besonderheiten des Weges und v.a. auch jenseits des Weges. Ganz ohne großes Zutun richtet sich mein Blick auch nach innen und ich wandere auch diese Landschaften ab.

... Das Wandern habe ich wohl mit der Vater- und Erfahrungen mit Ritualen mit der Muttermilch aufgesogen. Gemeinsam mit meinen Freundinnen habe ich gelernt, diese beiden Stränge zu etwas Neuem zu verweben, dem WeiberWandern, das mich nun schon seit mehr als fünfzehn Jahren zutiefst erfüllt und mit viel Leichtigkeit mit in den Alltag fließt.

Evelyn Steiner

E Steiner

Ehemalige Bankerin und derzeit (immer wieder) Lernende.

Die Liebe zu den Bergen und überhaupt zur Natur haben mir meine Eltern vorgelebt. – In den letzten Jahren hat sich das unbeschreibbare Gefühl, in der Natur einfach nur zu sein, sich zu bewegen, zu schauen, zu staunen und zu genießen, immer mehr verstärkt.

Viele Jahre lang war ich Weiberwanderin und aufgrund meiner Regelmäßigkeit beim Nachtwandern auch Abonnentin. - In die Nacht zu gehen, noch dazu mit anderen Frauen ist für mich besonders und obwohl ich es nun schon oft erlebt habe - jedes Mal ist es wieder anders, wenn auch vertraut.

Apropos vertraut: Auch Hilde Domin spricht von Vertrauen, wenn sie meint: "Wir setzten den Fuß in die Luft und sie trug.“

Maria Irnberger

MariaFoto

Weiberwanderin seit Anbeginn, Pilgerin und Wildnispädagogin

„Coming light from the east – greeting me, touching me, entering me, being me“ Der erste Sonnenstrahl am Morgenhimmel lässt die Schönheit der Natur erwachen. Ein neuer Tag beginnt – kräftig zu erleben bei den Morgenwanderungen. Das Hineingehen in die Dämmerung und nächtliche Stille ist ein sehr feiner Abschluss eines oft sehr bewegten Tages. 

Ich lebe von den je eigenen Kräften der Tages- und Jahreszeiten. Alle Elemente – seien es Schnee, Eis, Kälte, Dunkelheit, Sonne, Wärme, Regen, Nebel – aktivieren in mir oft ganz unbekannte Gefühle. In der Natur erlebe ich mich mit allen Sinnen. Ich liebe es, mit Frauen zu wandern und dem je eigenen „Gipfelerlebnis“ nachzuspüren. 

Eva Hoffmann

eva hoffmann

Tätig im Kindergarten MOMO; Pikler-Pädagogin; Diplomierte Leiterin für Jeux Dramatiques

Ich genieße die Weite der Natur, ihre Kraft mich zu „erden“ und mich zu berühren und ohne künstliche Ablenkung und Animation, mit mir selbst in Kontakt zu kommen – und mich als Teil eines großen Ganzen zu erleben, mich verbunden fühlen.

Die meisten Kinder sind diesem „Verbunden-sein“ noch ein Stück näher als wir Erwachsene. Mit ihnen Momente der Freude und des Staunens zu teilen – ob eine Entdeckung eines kleinen Tieres oder eines geglückten Balanceaktes über einen Baumstamm – diese Momente zu teilen, die Freude und das Interesse im Hier und Jetzt - dies lässt uns beide für Augenblicke in doppelter Weise verbunden sein: mit der Natur und mit einem Menschen der Nahe ist.  

Helga Moser

HelgaMoser

Sozialwissenschafterin, Erwachsenenbildnerin, Wildnispädagogin

In der Natur sein - im Garten, Park, Wald, auf der Alm, im Hochgebirge. Jede Landschaft hat ihre Besonderheiten. Ebenso wie die verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Facetten des Daseins zum Vorschein bringen. All dies entdecke ich mit Freude und Dankbarkeit. Gerne mit anderen in einem gemeinsamen Entdecken und Genießen. Mit den weiber wanderinnen ist dies in der Stille und im Austausch miteinander möglich. Wunderbar, mit gleichgesinnten Frauen unterwegs zu sein. Ohne Leistungsanforderung, mit Achtsamkeit, einem Lied oder Gedicht auf den Lippen oder im Herzen.

Durch meine Ausbildung zur Wildnispädagogik erschließen sich mir nun immer mehr Aspekte der Land- und Tierschaft, die ich bisher nicht wahrgenommen habe. Die Vögel im Innenhof, die mich seit Jahren am Morgen mit ihrem Gezwitscher aufwecken? Ah, das sind Sperlinge! Und die Losung am Wegrand? Ah, das könnte von einem Fuchs sein! Mit einer verbreiterten Aufmerksamkeit durch die Natur zu gehen und das mit anderen teilen, darüber freue ich mich.

 Christine Schuler

HelgaMoser

Pflegende mit innerem Auftrag anzunehmen was ist  (und wenn möglich die Gesundheit zu erhalten und fördern), Wegbegleiterin

Das tiefe Gefühl, dass alles was ist, alle Geschöpfe und Dinge miteinander verbunden sind, lehrt mich Achtung vor Menschen, Tieren und der Natur. Jede Blume erfreut mich, jedes Blatt ist ein Wunder. So gibt es viel zu Staunen im Unterwegssein – Entdeckungen im Innen und Außen – vom Garten ums Haus, durch den Wald bis hinauf in die Höhen der Berge oder der Weite des Meeres. Und „hinauf“ muss ich immer dann, wenn ich unrund werde, den Rhythmus des Atems und mich selber spüren möchte, um Kraft zu tanken für mich und andere da zu sein. Das ist meine Natur.