Spirituelle Wanderungen für Frauen

Wer sich bewegt wandelt sich

 

Frauen machen sich von ihren Verpflichtungen frei, lassen ihren Alltag zurück und brechen gemeinsam (in die Berge) auf.

Das können sie bei unterschiedlichen Gelegenheiten tun: 

  • beim Nacht- oder Morgenwanderungen im Umkreis von Graz,
  • beim Kräuterwandern - meist unter der kompetenten Begleitung von Anna Ebenbauer
  • beim Schneeschuhwandern
  • beim Weiberwandern mit Kindern
  • bei einer WeiberWanderWoche meist ein Mal pro Jahr
  • neu: beim Singwandern und
  • auch neu seit 2017 beim Ins-Feuer-Schauen.

Außerdem gibt es auch „maßgeschneiderte Wanderungen“ auf Anfrage, die sich nach den Anlässen wie Geburtstage oder betriebliche Unternehmung orientieren. - Einfach anrufen und gemeinsam weiterschmieden ;-)

Landschaftsmalerei

WeiberWandern korrespondiert mit Lust am Gehen. Nicht ausschließlich das Gipfel-Erklimmen – noch dazu in fix vorgesehener Zeit – steht im Vordergrund. Es gibt Geh-Vorhaben, die je nach Situation der Gruppe, des Wetters, usw. adaptiert werden.

Gegangen wird im je eigenen Atem, der eigenen Geschwindigkeit – und dennoch im Austausch bzw. im schweigenden Gehen mit Weggefährtinnen. Durch die Bewegung, kommt auch innerlich etwas neu in Bewegung, werden Gedanken ergangen, kommt jede ins Gemüt (Blaise Pascal).

Beim WeiberWandern geht es u.a. um das Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse, von Körperreaktionen, der Gruppe, des gebirgigen Umfelds, der Landschaftsformen, Weggestaltung, Fauna, Flora, des Wetters, … Im Abgehen der eigenen Lebensbewegungen, biographischen Etappen und Schwellen, der Verortung im Geflecht des Lebens ist jede mit ihren höchst individuellen Bewegungen zugleich Teil des Umfeldes der anderen. Wenn wir also die Komfortzone oder die „gemütlichen Öfen unseres Alltags“ zurücklassen, begibt sich jede in eine Art Supervisionsblick auf ihr Leben, um dann, mit Helga Peskoller (BergDenken) zu sprechen: „Am Gipfel sehen wir, wer wir im Grunde sein könnten.“

In der Weggefährtinnenschaft auf Zeit (Die gleiche Konstellation gibt es aber kein nächstes Mal.) ist jede im übertragenen und eigentlichen Sinne mitgetragen. Wir ermächtigen nicht nur uns selbst, sondern einander, den Weg in seinen wechselnden Anforderungen zu Ende zu gehen, den Rucksack durch Höhen und Tiefen zu tragen.

zwischen_Himmel_und_ErdeDie Ermutigung zur fortschreitenden Subjektwerdung geschieht in einem Ambiente der ganz besonderen Art, der Koexistenz: Wir teilen mit den Weggefährtinnen nicht nur den gemeinsamen Weg, die Gehbedingungen, die je eigene Gruppendynamik, etc. sondern auch das je eigene Bewegtsein ohne ausdrücklich über alle Details voneinander Bescheid zu wissen. Manchmal reicht es, den Atem der anderen zu hören oder die Jause geteilt zu haben.

Ich bin überzeugt davon, dass Gesänge, spirituelle Impulse, die Einladung über weite Strecken zu schweigen und schließlich die „Liturgie unter freiem Himmel“ innerliche Prozesse anstoßen, begleiten und damit dem Bewusstsein zugänglich machen können. - Wichtig ist mir dabei eine behutsame und tastende Sprache, die auch Freiräume gibt, mit frauengerechten Formulierungen, spezifisch erfahrungsbezogenen Bildern und mit Texten, in denen biblische oder historische Frauenzusammenhänge thematisiert werden.

In der Anleitung und Begleitung ist es uns wichtig, der Ambivalenz vieler Erfahrungen, dem „Sowohl- als-Auch“ von Gefühlen - im Gegensatz zu dualistischen Geistesströmungen - Raum zu geben und die Wahrnehmung fördern: Das versuchen wir in der Art wie wir anleiten und Resonanzen entgegennehmen. Wir lernen und üben im Anteil-Geben und -Nehmen von Berührt-Sein, Brüchen und starken Gefühlen den Umgang mit Ambivalenzen als „normales Geschehen“. Dahinter steht ein Gottes- und Menschenbild, das Gelingen und (scheinbares) Scheitern, Bedürfnisse, Sehnsüchte, gegenseitige Angewiesenheit und Bezogenheit in den Blick nimmt.

Mein Anspruch an mich als Leiterin lässt sich beschreiben als alpine Führerin vordergründig durch das (alpine) Gelände, Impulsgeberin zum Thema, Sicherin des äußeren Rahmens, Leiterin der Liturgie und dazwischen natürlich als präsente Begleiterin und lustvolle Mitspielerin. Im Vorfeld gibt es zudem einiges zu organisieren, zu kalkulieren, zu bewerben, Anmeldungen und Fragen entgegenzunehmen und im Nachhinein zu dokumentieren.

 

 

 

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